20 Jahre Rumänienhilfe - Wie alles begann...

1992: Die Deutsche Good Year in Philippsburg organisierte einen Transport mit Landmaschinen nach Caransabesch . Dort sollte unter anderem ein Kinderheim und eine landwirtschaftliche Selbsthilfeorganisation unterstützt werden.

 

Bei diesem ersten Transport hinterließ die große Armut in dem Land und bei den Menschen bei Herrn Kierdorf große Traurigkeit und das Gefühl, hier werde ich mit meiner Hilfe gebraucht.  

 

Ab diesem Zeitpunkt unternahm Herr Kierdorf mehrere private kleine Hilfsgütertransporte mit kleinen Landmaschinen, Kleidung… . Ziel dieser Transporte war das Kinderheim.

 

1994: Herr Kierdorf stößt auf einen Artikel im Konradsblatt (kath. Kirchenzeitung der Diözese) über die Schwestern des Ordens „Maria Ward“ in einem Bukarester Kloster.

 

Den Orden der Maria Ward Schwestern gibt es schon seit dem 16.Jahrhundert und verpflichtet sich seit jeher um die Ausbildung von jungen Mädchen und Kindern in aller Welt.

 

Die politische Lage in Rumänien ließ die öffentliche Arbeit nicht zu und so lebten die Schwestern auch lange Zeit im Untergrund und in großer Gefahr. Nach der Öffnung des Ostens wurde doch vieles leichter. Dieser Bericht veranlasste Herrn Kierdorf genau diese Arbeit zu unterstützen.

 

Da diese Schwestern die deutsche Sprache sehr gut beherrschten, war es für Herrn Kierdorf leicht, seine Idee, zu helfen, umzusetzen.

 

Als er die große Armut der Menschen und die unzählig vielen Straßenkinder gesehen hat, war für ihn klar, dass er genau diese Arbeit der Schwestern unterstützen wird.

 

Noch im selben Jahr organisierte er im kleinen Kreis einen Transport mit einem LKW und viel, viel Optimismus.

 

Seit diesem Zeitpunkt fuhr Herr Kierdorf mehrmals im Jahr nach Bukarest und sah vor Ort, was benötigt wurde.

 

Mit der Zeit wurde seine Arbeit immer mehr publik und er konnte mit der Hilfe von so vielen hilfsbereiten und aufgeschlossenen Menschen die große Not etwas lindern.

 

Auch durch Artikel in Tageszeitung, Mitteilungsblatt und Konradsblatt wurde eine anfangs kleine Hilfe zur ganz großen Sache. 

 

1998  schaffte er  es, eine Orgel für die neu errichtete Klosterkirche in NRW zu organisieren. Hierfür schmiedete er auch selbst einen Altar, Ambo und Osterleuchter.

 

Durch seine Hilfe konnte Schwester Alfonsa sich sehr viel mehr um die Menschen auf der Straße kümmern. Diese Schicksale bewegten ihn immer am meisten und im Laufe der Jahre war er bei den Straßenkindern ein gern gesehener Freund und Helfer.

 

Außerdem unterstützte er sehr stark das Projekt von Schwester Myriam. Sie unterrichtet in einem Krankenhaus schwerst kranke Kinder, die von der Welt schon oftmals verlassen wurden.

 

Schwester Myriam kann von Kloster und Kirche nicht unterstützt werden und ist auf die Hilfe von außen angewiesen. Auch dieses Projekt wurde eine Herzensangelegenheit von Herrn  und Frau Kierdorf.

 

Im Jahr 2010, zum 70. Geburtstag von Wolfgang Kierdorf, verließen 4 große Sattelzüge Graben- Neudorf und brachten unzählig viele Hilfsgüter nach Bukarest.

Viele Spenden kommen aus privaten Haushalten, Wohnungsauflösungen, Kleiderspenden, alte aber gut erhaltene Möbel und viele Lebensmittel.

 

Doch auch große Firmen wie Globus, Loreal, Hoffman Hygieneartikel, Schuhfabrik Schuhmacher….. unterstützen das Projekt.

 

Im August 2012 verstarb Herr Kierdorf nach einer Herzoperation und hinterließ seiner Familie das Erbe der Rumänienhilfe.

 

Für die Familie stand sofort fest, den schon geplanten und vororganisierten Transport im Dezember 2012  durchzuführen. Die Familie hat dabei so viel Zuspruch und Hilfe erfahren, dass es ein Anliegen ist, die Schwestern in ihrer guten Arbeit auch weiterhin zu unterstützen.

 

Dank der sehr beeindruckenden Konzertreise des Posaunenchors Graben bildete sich eine kleine Gruppe um Familie  Albert Geißert und Familie Erhard Metzger, die im Namen des CVJM die Organisation und Durchführung weiterer Hilfstransporte übernehmen.

 

Diese Unterstützung, bzw. Übernahme der großen Verantwortung wird von Familie Kierdorf sehr geschätzt und sie wird versuchen, auch weiterhin mit im Team zu sein.