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CVJM-Missionseinsatz in Kambodscha

Wir, das sind 30 Mitglieder und Freunde des CVJM Graben-Neudorf, haben uns vom 18.02.2017 bis 11.03.2017 zu einem Missionseinsatz nach Kambodscha aufgemacht. Wir haben in der Zeit viel erlebt, beeindruckende Menschen kennengelernt und an vielen Stellen praktisch anpacken können. Hier stellen wir die Projekte vor, die wir gestartet, weitergeführt und unterstützt haben.

 

Das Gewinnspiel von Globus, für das wir sehr viel Unterstützung erhalten haben, ist zu Ende und wir haben es gewonnen! Mit dem Reisegutschein wollen wir unsere Kontaktleute nach Deutschland einladen. Näheres dazu erfahrt ihr bald. Vielen vielen Dank allen Unterstützern!

 

Hier findet ihr Infos zum Gewinnspiel und unser Siegervideo

 

Ältere Beiträge findet ihr in unserem Blog.

 

 

Wir freuen uns über jede Spende an:

 

CVJM Graben-Neudorf - Kambodscha Konto
IBAN:

DE04 6605 0101 0108 2532 61

 

Einige unserer Partner vor Ort:

 

ICF Cambodia

Jugend mit einer Mission (JMEM)

Agape

Mordegai

JMEM Vorschule bei Siem Reap

Beim Projekt "Vorschule" durften wir die Außenanlage einer etwas außerhalb von Siem Reap gelegenen Vorschule verschönern. So machten wir uns bei 30-35 Grad an die Arbeit. Für die Kinder bauten wir auf dem Spielplatz ein neues Klettergerüst aus bunt angesprühten Reifen und eine Torwand. Damit sie nicht mehr in der prallen Sonne herumtoben müssen, nähten wir ein riesiges Sonnensegel. Wir strichen, verlegten Rohre, damit das Wasser während der Regenzeit besser ablaufen kann, und bespannten Fenster mit neuen Moskitonetzen.


Aber das Highlight war wohl, als ein riesiger Laster, ein „big truck“, tonnenweise Schotten abkippte. Unser Auftrag war es, einen Weg frisch zu schottern. Da der Haufen aber danach kaum kleiner geworden war, beschlossen wir, auch den Waschplatz um den Brunnen, die Sitzgruppen und den Fahrradabstellplatz mit Schotter zu versehen. Ein auf dem Markt erhandelter Schubkarren leistete uns dabei treue Dienste. Mittags wurden wir mit leckerem asiatischen Essen und Obst verwöhnt und konnten so neue Kräfte sammeln.


Aus dem benachbarten Dorf kamen Kinder vorbei, die uns neugierig bei der Arbeit beobachteten. Natürlich genossen sie es sehr, wenn wir zwischendurch mit ihnen spielten und herumtobten. Auch zum medizinischen Check ließen sich die Kinder und auch einige Erwachsene aus der Umgebung anlocken. Als Assistenten unserer Ärztin zu fungieren, die Kinder mit Luftballons zu belohnen und ihre strahlenden Gesichter zu sehen, bereitete uns große Freude!


Obwohl der Schweiß in Strömen lief, wir unseren Durst auch mit literweise Wasser nicht stillen konnten und uns abends die Knochen weh taten, waren wir überglücklich, als wir das Ergebnis unserer schweißtreibenden Arbeit sahen!

    

   

Prea Kmeng Dorf

Zu Beginn der Reise besuchten sechs Personen unserer Gruppe für drei Tage ein kleines Dorf außerhalb von Siem Reap, in dem eine Bekannte von einigen von uns namens Theada wohnt. In diesem Dorf wohnen ca. 150 Menschen. Die Hütten sind über eine große Fläche verteilt und es gibt keine Straßen oder befestigte Wege. Ein großer Wunsch von Theada war es, in dem Dorf mehrere Toiletten zu bauen, da es nur wenige gibt und sich viele Bewohner keine Toilette leisten können. Da der Bau von zehn Toiletten zu sechst unsere Leistungsfähigkeit überstieg, engagierten wir eine Firma, die den Bau der Toiletten übernahm.

 

Somit hatten wir umso mehr Zeit, den Menschen im Dorf zu begegnen. Wir wollten die Menschen kennenlernen, denen wir ein Toilette gespendet haben und mit ihnen über unsere Motivation und unseren Glauben sprechen. Bei diesen Gesprächen luden wir auch alle ein, an unserem Gottesdienst teilzunehmen, den wir am Ende unseres Aufenthaltes feierten. Dabei ging es um die Grundlagen unseres Glaubens, dass jeder von uns einzigartig ist und was Jesus für uns getan hat. Am Ende des Gottesdienstes haben wir kambodschanische Bibeln an die Dorfbewohner verschenkt, sodass sie auch nach unserem Aufenthalt noch mehr von Jesus erfahren können.

 

Es war eine sehr gesegnete Zeit, in der wir viele nette Menschen kennengelernt und die Gastfreundschaft von Kambodschanern erfahren haben. Im Vordergrund der ganzen Aktion stand nicht die Spende von Toiletten, sondern Menschen zu begegnen und ihnen von unserem Glauben zu erzählen.

Kinderprogramm im Slum in Battambang

Ein Team verbrachte eine Woche lang in Battambang, einer kleinen Stadt im Westen Kambodschas. Dort gibt es ein Armenviertel, in dem es Familien von Seiten des Staates gestattet wird, sich kleine Häuser zu bauen und dort zu leben. Vielen Kindern des Slums wird der Schulbesuch nicht ermöglicht, sodass sie tagsüber keine festen Strukturen haben und Grundlegendes nicht erlernt werden kann.

 

So verbrachten wir die Vor- und Nachmittage im Slum und boten mit Seilspringen, Ball- und Hüpfspielen, Malen und Puzzlen, Singen und Tanzen ein vielseitiges Kinderprogramm an. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt - Hauptsache, es macht Spaß! An den Nachmittagen haben wir den Kindern jeweils eine Geschichte aus der Bibel erzählt und als Theater vorgespielt.

 

Außerdem hatten die Einwohner des Slums die Gelegenheit, sich von unserer Ärztin und unserer Krankenschwester medizinisch versorgen zu lassen. Schließlich konnten wir am letzten Tag dreißig Familien aus dem Viertel noch mit Wasserfiltern versorgen, damit diese künftig sauberes Trinkwasser zur Verfügung haben.

 

Für uns alle war die Woche eine wertvolle und gewinnbringende Zeit. Wir wurden im Slum von den Einwohnern herzlich aufgenommen, durften kennenlernen, wie sie dort leben, konnten Zeit mit ihren Kindern verbringen und den Menschen dort dienen. Damit die Kinder auch zukünftig die Möglichkeit für ein gemeinsames Programm haben, entstand die Idee, dass es von unserer Kontaktperson im Slum, einer jungen Kambodschanerin, regelmäßig weitergeführt wird. Das finden wir großartig!

    

    

ICF Siem Reap

Nach einem guten Start in Siem Reap, machten sich sechs aus unserem Team zum ICF Kambodscha auf, um dort bei der Errichtung eines neuen Campus mitzuhelfen. Unsere Aufgabe war es, auf der Baustelle tatkräftig mit zu helfen und mit anzupacken, wo man uns brauchte. Obwohl die Arbeit sehr anstrengend war, machte es große Freude zu sehen, was Kirche bedeuten kann. Das ICF Kambodscha baut einen neuen Campus mit großer Bühne, einem Spielplatz und einem Badesee, der in den nächsten Wochen mit einem Hochseilpark, Wasserrutschen und einem Sprungturm ausgerüstet wird. Die Vision des ICF liegt dabei darin, die Kirche als einen Ort zu gestalten, an dem man Spaß haben kann und an dem Menschen jederzeit kommen können, um eine geschützte Atmosphäre zu erleben.

 

Am Wochenende finden regelmäßige Veranstaltungen für die Kinder und Jugendlichen sowie die Erwachsenen aus den umliegenden Dörfern statt. Damit die Kinder und Jugendlichen an den Programmen teilnehmen können, werden sie vom ICF Team mit Trucks abgeholt und auch wieder sicher nach Hause gebracht. Das ICF Kambodscha hat es in weniger als drei Jahren geschafft, mehr als 1000 Kinder und Jugendliche in ihre Kirche zu integrieren. Neben Spiel und Spaß und einem leckeren Essen steht der Gottesdienst im Zentrum jeder Veranstaltung. Es war sehr schön und faszinierend zu sehen, wie begeistert die Kinder und Jugendlichen teilnahmen und wie viel Hoffnung für sie in dieser wertvollen Arbeit steckt. Darüber hinaus hat das ICF Kambodscha ein Kidssponsorship aufgebaut, in dem die Kinder registriert werden, damit sowohl sie als auch ihre Familie in ihren jeweiligen Nöten unterstützt werden können.

 

Die Kirche zu einem Ort der Hoffnung, der Liebe, der Freude, des Spaßes und der Gemeinschaft zu machen, das hat ICF Kambodscha wirklich geschafft! Wir sind dankbar ein Teil dieser wertvollen Arbeit gewesen zu sein und wünschen dem Team eine gesegnete Zukunft! 

JMEM Phnom Penh - Fußballprojekt

Eine Gruppe von acht Personen hat sich mit unserer Übersetzerin Naron gegen Ende der Reise für zwei Tage zum Joy Centre aufgemacht, etwa eine halbe Stunde Autofahrt außerhalb von Phnom Penh. Auf dem Gelände gab es einen staubigen, aber dennoch gut bespielbaren Fußballplatz. Nachdem wir die Tore mit neuen Netzen ausgestattet haben, hatten wir an zwei Abenden die Möglichkeit, die Kinder und Jugendlichen, die dort regelmäßig Fußball spielen, kennenzulernen und zu trainieren.

 

Insgesamt sind es über zwanzig Fußballer, die dort, nach Alter getrennt, in zwei Mannschaften Fußball spielen. An zwei Abenden haben wir das Training der Mannschaften übernommen. Dabei war es uns wichtig zu zeigen, dass Fußball mehr ist als nur einem Ball hinterher zu rennen. Neben Kräftigungs- und Koordinationübungen haben wir vor allem deutlich gemacht, dass Fußball ein Mannschaftssport und man nur als Einheit seine Ziele erreichen kann.

Als krönender Abschluss dieses kleinen Ausfluges haben wir die Mannschaften und alle Aktiven im Joy Centre noch zum Essen eingeladen. In einer kleinen Andacht haben wir noch einmal den Teamgedanken aufgegriffen und aufgezeigt, wie dieser mit unserem Glauben zusammenhängt. Das Highlight für die Spieler war sicher die Übergabe von gesponserten Trikots des FV Grabens an die gesamte Mannschaft.

    

JMEM Phnom Penh - Suchtberatung

Seth, der Gründer des Joy Centres, arbeitet sehr eng mit dem dort ansässigen Drogenrehabilitationszentrum zusammen. Vier aus unserer Gruppe, die selbst Psychologen und Sozialarbeiter sind, wollten einen genaueren Einblick in die Arbeit dieser Rehabilitationseinrichtung bekommen. Nach einem Gespräch mit den dortigen Beratern, bekamen wir eine Idee, wie den Menschen dort geholfen wird. Über 70 Männer und knapp 10 Frauen sind auf dem Gelände dieser Einrichtung untergebracht und werden durch Arbeitsmaßnahmen in Bereichen wie Gartenarbeit, IT oder Handwerk, medikamentöser Behandlung und Beratung in ihrem Entzug begleitet. Es war sehr interessant zu beobachten, wie die Ansätze des Beraters gegenüber seiner Klienten sind. Vieles wird in Deutschland innerhalb der Suchtberatung genauso praktiziert.

 

Unsere Aufgabe bestand darin, den Klienten einen Input über Sucht und deren Auswirkungen zu geben. Zusammen mit ihnen arbeiteten wir die Gründe und Probleme ihrer eigenen Geschichte mit der Sucht heraus und gaben ihnen im Anschluss praktische Tipps, die sie für ihren Alltag in einem „cleanen“ Leben nutzen können. Außerdem hatten die Klienten einige Fragen und Ideen über Deutschland. So beschlossen wir ganz spontan einen „Deutschland-Workshop“ zu initiieren. Wir lehrten Basics der deutschen Sprache, erklärten einige grobe Fakten über unser Land und machten typisch deutsche Musik. Wir wurden sehr herzlich empfangen, seitens des Direktors der Einrichtung wie auch seitens der vielen Klienten. Am Ende unseres zweiten Coachings gaben wir den Männern und Frauen Seife und eine Kleinigkeit zu naschen. Eine kleine Geste, die für die Menschen dort allerdings eine sehr große Bedeutung hatte.

 

Es war interessant und spannend, einen Einblick in die Arbeit der Suchtberatung speziell in Kambodscha zu bekommen und mit unseren Kenntnissen, die wir durch unsere Ausbildung und Erfahrung in Deutschland haben, eine weitere Unterstützung zu sein.

Schulbau in Krakor

Green Hope School

Gespannt und voller Vorfreude haben wir uns auf den Weg nach Pursat gemacht, genauer gesagt nach Krakor District. Im Kontrast zu Siem Reap und Phnom Penh eine sehr ländliche Gegend, die uns mit ihrer unberührten Natur, den weiten Reisfeldern und zahlreichen Wasserbüffeln immer wieder fasziniert hat.

 

Dort angekommen wurden wir von Chanleak, einem einheimischen Missionar, herzlich empfangen, der uns durch die ganze Woche begleitet und bereits wertvolle Vorarbeit geleistet hat. Es ist unfassbar, mit welcher Leidenschaft und Hingabe er den Menschen vor Ort dient und Gottes Liebe weitergibt. Bereits seit einigen Jahren verfolgt er die Vision, den Kindern in dieser abgelegenen Gegend den unbeschwerten Schulbesuch zu ermöglichen. Damit eine Schule nachhaltig betrieben werden kann, hat er bereits eine Zuckerrohr-Plantage aufgezogen und dadurch Arbeitsplätze geschaffen. Dank zahlreicher Spenden konnte tatsächlich der Grundstein für dieses Schulgebäude gelegt werden, in dem ab Oktober die ersten Kinder zur Schule gehen werden. Für uns war es ein Privileg selbst mit anzupacken und gemeinsam mit kambodschanischen Arbeitern das Fundament fertigzustellen.

 

Neben der doch etwas anstrengenden Arbeit konnten wir die Zeit auch dafür nutzen, den Menschen dort zu begegnen und vor allem den Kindern Wertschätzung entgegen zu bringen. So war eins der Highlights auf jeden Fall, einen Gottesdienst für die zukünftigen 200 Schüler zu organisieren und sie zum Essen einzuladen. Einen weiteren Nachmittag haben wir damit verbracht, mit Kindern in einem nahegelegenen Dorf zu spielen und ihnen durch ein kleines Theaterstück ans Herz zu legen, dass jeder einzelne von ihnen wertvoll und geliebt ist. Ebenso hat sich die Tür geöffnet, dass wir jeden Abend Englisch Unterricht geben und auch von unserer Arbeit berichten konnten.

 

Alles in allem war die Zeit in Krakor ein wirklicher Segen und voller prägender Erfahrungen und unvergesslichen Momenten. Selbstverständlich ist es schwer, nach nur einer Woche wieder Abschied nehmen zu müssen. Dennoch können wir die Gewissheit haben, dass Chanleak auch weiterhin vor Ort ist und die Schule einen sicheren Ort für die Kinder bietet, der ihnen eine bessere Zukunft ermöglicht. Vor allem aber können wir darauf vertrauen, dass die „Green Hope Primary School“ sowie die Menschen dort in Gottes Händen liegen.